Freitag, 10. Mai 2013

Spam-Probleme, aber trotzdem Frühling

Leider habe ich seit einiger Zeit ein Spam-Problem. In zwei meiner älteren Beiträge werden englische Texte ver- öffentlicht, die oft gar nichts mit dem Post oder dem Blog zu tun haben. Jeder davon endet mit dem Versuch mich auf eine Website mit immer anderm Namen zu locken.

Ich habe sie immer gelöscht, aber da es gar nicht aufhört habe ich die Kommentare vorläufig erst mal auf Modera- tion eingestellt.

So etwas vermiest einem leider schon mal das Internet-Leben. Aber den Frühling und den Spaß daran können sie mir damit nicht vermiesen:


Da ist mir doch jemand während des Fotografierens ins Bild gelau... ...ääh geflogen. Unerhört sowas!




Blümchen auf der Wiese:




Weiterhin allen die mich und/oder meinen Blog mögen einen wunderschönen Frühling!

Sonntag, 5. Mai 2013

Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) oder besser nicht?


Mittlerweile habe ich ja einige Kameras in meiner Sammlung, zuletzt habe ich sie mit einer digitalen Spiegelre- flexkamera samt einigem Zubehör gekrönt. Obwohl ich mich da immer an die untere Grenze des Preisrahmens gehalten habe war das, für unsere Finanzverhältnisse, nicht gerade billig. Ein Profi (oder solche die sich dafür halten) würde allerdings meine Ausrüstung nur milde belächeln.

Ich bin dagegen schon recht zufrieden damit, obwohl ich auch immer wieder gerne auf meine anderen Kameras zurückgreife. Mit so einer digitalen Spiegelreflexkamera kann man wirklich sehr schöne Bilder machen. Man kann aber auch ohne Probleme voll daneben liegen. Auf Grund der Erfahrungen die ich inzwischen gesammelt habe würde ich jetzt sagen dass jemand der sich so eine Kamera kauft bereit sein muss sich mit der Kamera-Technik zu befassen, und dafür auch den nötigen Enthusiasmus und die nötige Zeit aufzubringen. Wer das nicht möchte, und einfach nur seine Tätigkeiten mit schönen Bildern dokumentieren will, sollte das Geld lieber für eine gute Bridge-Kamera mit einem ordentlichen Zoom ausgeben.

Das größte Problem dass ich dabei sehe ist die Schärfentiefe (auch Tiefenschärfe genannt), eigentlich ein großer Vorteil der Spiegelreflexkameras. Schärfentiefe bezeichnet in welcher Entfernung aufgenommene Gegenstände vor oder hinter dem scharf gestellten Motiv noch scharf, oder eben schon unscharf erscheinen. Bei  digitalen Spiegel- reflexkameras kann man das sehr genau steuern, was daran liegt dass sie einen größeren Sensor haben. Man kann sehr gut das eigentliche Motiv freistellen, wie es die Fotografen nennen, und was bedeutet dass das Motiv scharf dargestellt wird, der  Hintergrund aber so unscharf wir nur möglich ist, im Idealfall nur eine farbige Fläche.


Solche Bilder gelten als hohe Fotokunst, und es bedarf oft mehrerer Versuche mit jeweiliger Anpassung der Ein- stellungen bis man es zufriedenstellend hin bekommen hat. In entsprechenden Foren werden solche Bilder dann stolz gezeigt. 


Ich habe mich natürlich auch intensiv damit befasst, finde solche Bilder auch schön, aber mittlerweile betrachte ich sie auch ein wenig kritisch. Zunächst mal ist es ja nicht so wie es das Auge sieht. Man stelle sich vor man würde zum Beispiel nur die Kaffeetasse scharf sehen, die man in der Hand hält, und alles andere wäre nur ein bunter Farbenbrei! Da würde man sich sicher nicht sehr gut in der Welt zurecht finden.

Im Allgemeinen möchte man als "Normal-Fotograf" ja schon auch den Hintergrund mit auf dem Bild haben. Man wäre sicher nicht zufrieden wenn man im Urlaub seine Lieben vor besonderen Sehenswürdigkeiten fotografiert, und auf dem fertigen Bild dann diese Sehenswürdigkeiten nur als farbige Fläche sieht.

Bei normalen Digitalkameras, mit ihrem kleineren Sensor, ist das meist kein Problem. Die haben von Natur aus einen ziemlich großen Schärfentiefe-Bereich. Bei digitalen Spiegelreflexkameras kann das aber schon mal zum Problem werden. Die Tatsache dass man den Schärfentiefe-Bereich sehr genau einstellen kann, bedeutet im Umkehrschluss dass man es auch muss, wenn man einen bestimmten Erfolg erzielen will. Selbst wenn man in den automatischen und halbautomatischen Modi der Kamera fotografiert, sollte man ein Auge auf die von der Kamera gewählten Einstellungen haben, wenn man nicht ein negative Überraschung erleben möchte und Bilder erhält, die mit einer guten Kompakt- oder Bridge-Kamera besser geworden wären.

Gerade befinden wir uns ja in der Zeit wo alles anfängt zu blühen und zu grünen. Dem entsprechend ziehe ich mit meinen Kameras durch die Gegend und versuche all das Grünen und Blühen fotografisch einzufangen. Wenn ich dazu meine Spiegelreflexkamera mitnehme stehe ich schnell vor den oben angegebenen Problemen und erhalte z. B. so ein Bild:


Obwohl ich Blende 9 verwendet habe, was z. B. in der Landschaftsfotografie schon für eine hohe Schärfentiefe steht, sind nur die Blüten rechts im Vordergrund scharf geworden. Schon die Blüten die sich nur etwas weiter hinten befinden sind unscharf geworden und die auf der rechten Seite sowieso. Die hätte ich gerne alle scharf gehabt.

Leider kann ich kein direktes Vergleichsfoto anbieten, da die Karte aus meiner Bridge-Kamera sich genau diese Gelegenheit ausgesucht hat das Zeitliche zu segnen. Aber das nächste Foto, dass ich ohne auf die Einstellungen zu achten, mit der P-Funktion meiner Bridge-Kamera geschossen habe zeigt sicher auch das man sich bei "nor- malen" Digitalkameras keine all zu großen Gedanken um die Schärfentiefe machen muss.


Um das Überstrahlen der hellen Bereiche zu verhindern habe ich die Belichtungskorrektur auf -1 gestellt, das war es dann aber auch schon.

Ich würde meine digitale Spiegelreflexkamera nicht mehr missen wollen. Man kann ganz tolle Bilder damit ma- chen. Wenn man die Zeit und die Mühe aufbringen will. Das habe ich schon reichlich getan, aber das schützt mich nicht davor auch mal das eine oder schlechte Bild zu machen. Aus den verschiedensten Gründen, unter anderem auch sehr gerne weil ich vergessen habe eine spezielle Einstellung wieder rückgängig zu machen.

Auch um auf eine spontane Situation zu reagieren ist eine digitale Spiegelreflexkamera nicht so gut geeignet. Meistens hat man gerade das falsche Objektiv drauf und die falschen Einstellungen sowieso. Da ist eine Bridge-Kamera mit ordentlichem Zoom wesentlich besser geeignet. Gerade hat man noch ein Bienchen auf einer Blüte fotografiert und im nächsten Moment hat man sich schon aufgerichtet den plötzlich am Himmel auftauchenden Raubvogel heran gezoomt und abgelichtet.

Wer also sehnsüchtig auf eine digitale Spiegelreflexkamera schielt, und immer wieder seine Finanzen auf die Erfüllbarkeit seines Wunsches prüft, sollte es sich gut überlegen.

Samstag, 20. April 2013

Frühlings-Foto-Expediton


So wirklich hat es der Frühling noch nicht geschafft die kalte Jahreszeit zu besiegen. Vom Ansehen her war heute ein wunderschöner sonniger Tag. Wer sich aber nach einem Blick durchs Fenster dazu verleiten ließ sich allzu leicht bekleidet ins Freie zu begeben erlebt eine eisige Überraschung.

So wie ich! Meine Frau hatte sich für heute bei ihrer Mutter angemeldet, um ihr den Flur zu putzen und mit ihr einzukaufen. Nach dem Motto "Wo du hingehst da will auch ich hingehen" begleitete ich sie. Eigentlich in der Hoffnung das ich mich zu einer kleinen Foto-Expedition absetzen könnte. Allerdings musste ich ich schon auf dem kurzen Weg vom geparktem Auto zur Schwiegermutter-Wohnung feststellen das ich eindeutig nicht warm genug angezogen war. Also hütete ich die Wohnung und passte auf die laufende Waschmaschine auf, während die beiden Frauen auf Versorgungs-Tour gingen.

Beim anschließendem Flurputzen durfte ich die Fußmatten ausschlagen. Das war schnell gemacht! Allerdings war ich danach erst mal von der warmen Wohnung abgeschnitten, da der dazwischen liegende Flur und die Treppe ge- rade von meiner Frau mit dem Wischer bearbeitet wurde. Da wollte ich sie lieber nicht stören, auch im Interesse der eigenen Gesundheit und Unversehrtheit! Frauen reagieren schon mal etwas heftig wenn man während des Wischens durch den feuchten Flur tapert! ;-)

Um nun aber während des Wartens nicht zu frieren lehnte ich mich, von einigen Passanten erstaunt angeschaut, abwechselnd mit Rücken und Bauch an unser Auto, das sich in der Sonne angenehm aufgeheizt hatte. So über- lebte ich, bis endlich meine Frau den Kopf durch die Haustür steckte und ihr winkender Arm die Freigabe zur Flurdurchquerung erteilte.

Damit war aber auch unser Besuch beendet und so fuhren wir im angenehm warmen Auto nach Hause. Meinen Plan betreffs der Foto-Expedition hatte ich allerdings noch nicht aufgegeben. Meine Nerven hatte in letzter Zeit einiges zu leiden, aber durch jahrelange Erfahrung weiß ich ja das es für mich etwas gibt das solche Leiden zumindest lindern kann: Spazieren und Fotografieren. Spazieren gehen für den Körper, Fotografieren für die Seele.

Also stellte ich einen Antrag auf Freigang bei meiner Auserwählten, der auch wohlwollend gewährt wurde. Und so brach ich endlich doch noch, diesmal aber wärmer bekleidet, zu meiner Foto-Expedition auf. Es dauert ein Weil- chen, aber dann hatte ich doch durch die Beschäftigung mit meinen Kameras alle Sorgen vorübergehend verges- sen. Um wirklich schöne Bilder zu schießen bedarf es einiger Überlegungen und Einstellungen. Blende und Be- lichtungszeit, Weißabglich und Iso-Wert, Belichtungskorrektur, Einfallwinkel des Sonnenlichts, Gestaltung des Bildausschnitts, da gibt es schon einiges zu tun und zu bedenken.

Was natürlich auch nicht ganz unwichtig ist sind die Motive. Da es gut zum Thema Frühlingsanfang passte habe ich erst mal nach frischem Frühlingsgrün und aufbrechenden Knospen Ausschau gehalten.







Das sind Motive die nicht so schwer zu fotografieren sind, denn da sie fest angewachsen sind, können sie nicht weglaufen oder fliegen. Allenfalls können sie im Wind schwanken, aber wenn man die Geduld hat einen windstillen Moment abzuwarten ist das Fotografieren kein Problem.

Für andere Motive muss man schon ein wenig Glück haben, denn diese kleine Meise ist durchaus in der Lage davon zu fliegen, wenn man sich all zu lange mit Einstellungen beschäftigt:


Auch die zwei Tauben, die ich ablichten konnte hätten davon fliegen können. Aber offenbar hatten sie andere Pro- bleme, denn wenn es sich um ein Pärchen handelt sieht ihre Haltung doch sehr nach einem Konflikt aus.


Die Bauern waren auch schon fleißig und haben ihre Felder gepflügt. Sehr zur Freude einiger gefiederter Nutz- nießer.


Es gab also schon einiges zu fotografieren, meine Sorgen waren vergessen, aber auch die Zeit. Irgendwann kam mir aber doch zu Bewusstsein dass ich doch schon ziemlich lange unterwegs war, und meine liebe Gemahlin deshalb auch schon lange alleine zu Hause. Also schickte ich ihr, um eventuellen "Donnerwettern" bei meiner Heimkehr vorzubeugen eine liebe SMS. 

Dann marschierte ich weiter... ...bergauf um eine Kurve herum... ....und sah mich plötzlich einem Rehbock gegen- über der, nur ein paar Meter entfernt, auf der Wiese stand. Ich blieb stehen hob langsam die Kamera, schaltete sie ein..... .....und mein Handy lärmte los. Meine Frau hatte die SMS zum Anlass genommen das Donnerwetter schon mal telefonisch einzuleiten. Allerdings nur zum Spaß, denn sie kennt mich und meine "Spaziergänge" ja schon länger. Nach ein paar netten Worten beendeten wir unser Gespräch, und da der Rehbock sich Gott sei Dank davon nicht stören ließ konnte ich nun ungestört los fotografieren.




Der Rehbock ließ sich auch weiterhin nicht stören. Überhaupt haben sich die Rehe hier bei uns schon sehr an die Menschen gewöhnt, was leider dazu führt das sie ganz ungeniert in Gärten, Vorgärten und anderen Anlagen ihren Hunger stillen. Tagsüber kann man sie auf den Wiesen hinter unserem Haus weiden (Waidmännisch: Äsen!) sehen. Die Gärten besuchen sie Nachts.

Ich merkte nun doch langsam das ich schon ziemlich lange unterwegs war. Deshalb nahm ich auf dem Weg nach Hause eine Abkürzung... ...und stand plötzlich vor der Frau Gemahlin des soeben fotografierten Rehbocks. Die war allerdings nicht so geduldig wie der Herr Gemahl, aber eine Aufnahme gelang mir doch, bevor sie sich eilig davon machte.

Alles in allem war meine Foto-Expedition also doch recht erfolgreich. Aber das Schönste kam zum Schluss: Statt des erwarteten Donnerwetters gab es ein leckeres Abendessen. :-)

Es war nicht alles richtig was ich im Leben so gemacht habe. Aber bei der Auswahl meiner Lebensgefährtin habe ich wohl nichts verkehrt gemacht! ;-)